Jobwechsel meistern

Wie Sie einen Jobwechsel ohne Stress überstehen

Klar, es gibt sie immer noch. Menschen, die in ihrem Berufsleben nur ein oder zwei Mal den Arbeitgeber oder Job wechseln. Die Norm ist mittlerweile jedoch eine andere.

Im letzten Jahr wurden in Deutschland mehr als ein Drittel der Beschäftigungsverhältnisse beendet oder begonnen. Bei einem Jobwechsel gilt es einiges zu bedenken. Vor allem ist es ratsam, keine „verbrannte Erde“ zu hinterlassen. Viele Berufswelten sind überschaubar. Heißt, die Wahrscheinlichkeit ist hoch, an anderen Stellen ehemalige Chefs oder Kollegen zutreffen.

Fangen wir bei der Kündigung an. Informieren Sie bei einem anstehenden Jobwechsel Ihren Vorgesetzten rechtzeitig und persönlich. Dabei haben Sie Gelegenheit, Ihre bisherige Tätigkeit Revue passieren zu lassen, sich zu bedanken sowie Ihre Beweggründe für den Wechsel sachlich darzustellen. Thematisieren Sie eventuell auch schon das Arbeitszeugnis. Erst anschließend übergeben Sie Ihre schriftliche, fristgerechte Kündigung der Personalleitung.

Achten Sie auf eine saubere Übergabe Ihrer Arbeitsstelle. Schließen Sie ab, was Sie können und übergeben Sie Unerledigtes Ihren Kollegen oder, falls schon bekannt, Ihrem Nachfolger. Klären Sie, wie Ihr Weggang gegenüber Kunden und Kollegen kommuniziert wird. Übernehmen Sie das gegebenenfalls und nach Absprache selbst.  Vermeiden Sie dabei auf jeden Fall Negatives nach außen dringen zu lassen. Geben Sie rechtzeitig Ihnen zur Verfügung gestelltes Arbeitsmaterial gegen zurück.

Ein kleiner Umtrunk zum Ausstand ist eine gute Idee, um positiv in Erinnerung zu bleiben. Findet der Umtrunk während der Arbeitszeit statt, holen Sie sich bitte vorher die Erlaubnis dazu bei Ihrem Chef ein.

Die Vorfreude auf den neuen Job ist nun groß, die Aufregung eventuell auch. Auch beim Einstand bei der neuen Arbeitsstelle gilt es, einige Regeln zu beachten. Schon vor dem Start haben Sie sich bei Ihrem künftigen Vorgesetzten erkundigt, wie die Einarbeitung ablaufen wird. Vielleicht können Sie sich mit dem einen oder anderen neuen Fachgebiet schon mal auseinandersetzten.

Scheuen Sie sich in der Anfangszeit nicht, Fragen zu stellen, um z. B. neue Abläufe kennenzulernen! Nehmen Sie Kontakt zu Kollegen auf – gute Gelegenheit bietet die gemeinsame Mittagspause. Zeigen Sie sich interessiert und offen und bauen Sie ein persönliches Beziehungsnetz auf.

Vermeiden Sie es, allzu resolut und meinungsstark aufzutreten – Fettnäpfchen-Alarm! Lernen Sie erst das bestehende „System“ und das dazugehörige Beziehungsgeflecht kennen. Bieten Sie, wenn sich die Gelegenheit gibt, Ihren Kollegen Hilfe an – so stellen Sie sich wirkungsvoll als Teamplayer dar.

Vermeiden Sie auf alle Fälle, allzu schnell mit neuen Ideen anzukommen. Üben Sie sich zunächst in Zen: Zuschauen, entdecken, nachdenken…

Bitten Sie kurz vor Ende der Probezeit um einen Termin bei Ihrem Vorgesetzten, um zu erfahren, wie seiner Meinung nach Ihre erste Zeit im neuen Job lief. Seien Sie dabei offen und kommunizieren Sie auch, wenn Sie etwas auf dem Herzen haben, denn nur so lassen sich Probleme rechtzeitig aus dem Weg schaffen.

Wenn Sie das alles berücksichtigen, wird der Jobwechsel ohne Stress vonstattengehen. Versprochen!

Und wir vom BraMeCo-Team halten Ihnen natürlich auch noch die Daumen!

Ihre Anja Brandt