Selbstmanagement

Warum Selbstmanagement nicht nur für Manager und Führungskräfte wichtig ist!

Wir hören es oft in der Praxis von Kunden: Mein Vorgesetzter hat keine Führungsfähigkeiten. Doch was zählt überhaupt zu den Führungsfähigkeit?

Zuallererst muss der Vorgesetzte sich selbst führen können. Heißt, bevor er/sie verantwortungsbewusst andere führen kann, muss er/sie in der Lage sein, für sich und sein eigenes physiologisches, psychisches sowie geistiges Wohlbefinden Sorge zu tragen. Erst im Bewusstsein des eigenen, ganzheitlichen Wohlbefindens ist er/sie dann in der Lage, für das Wohlbefinden seiner Mitarbeiter zu sorgen. Was bekanntlich immer zu einem besseren Arbeitsergebnis führt.

Die menschliche Persönlichkeit besteht immer aus der Ganzheit von Körper, Geist und Seele. Jedes Denken, jedes Handeln und Empfinden des Menschen ist ein Zusammenwirken seiner geistigen, psychischen und körperlichen Komponenten. Veränderungen in dem einen Bereich betreffen immer auch die anderen beiden und bewirken auch in diesen Bereichen Veränderungen.

Das erleben wir bei BraMeCo täglich. Ändert sich die Arbeitswelt, beispielsweise durch plötzliche Arbeitslosigkeit, dann hat das unmittelbare Wirkung auf die emotionale Befindlichkeit des Kunden. Es verändert sein Denken und Handeln.

Umgekehrt wirken Veränderungen des körperlichen Befindens oder der emotionalen Stimmung sich auf das berufliche, ganz zu schweigen auf das private Umfeld aus. Wir stellen fest, dass die Balance dieses Dreiecks zwischen Körper, Geist und Seele enorm wichtig ist, und dass Wechselwirkungen bestehen.

Im Einzelnen bedeutet das, dass es für die körperliche Komponente wichtig ist, dass wir rechtzeitig physische Stressreaktionen erkennen und damit umzugehen lernen. Im Bereich „Körper“ steht der ökonomische, bewusste Einsatz von Kräften im Vordergrund. Eine klare Absage an das bei Chefs weitverbreitete Prinzip der „bedingungslosen Selbstausbeutung“.

Im psychischen Bereich geht es darum, dem subjektiven Stresserleben mit Toleranz und Gelassenheit zu begegnen. Wir müssen lernen, uns nicht nur auf oktroyierte, sondern auch auf die selbstbestimmte Ziele und Wünsche einzulassen. Freude und Erfolgserlebnisse erzeugen eine höhere Zufriedenheit und damit eine höhere Resilienz.

Im kognitiven Bereich geht es darum, Stressursachen bewusst zu erkennen und nach Möglichkeiten zu suchen, unsere eigene Identität und Selbstbestimmung unter allen Umständen zu erhalten – auch wenn wir beispielsweise unter fremdbestimmten Rahmenbedingungen arbeiten. Wer auch geistig mit Stress fertig werden möchte, der muss lernen, die eigenen Ansprüche, Wünsche und Hoffnungen den von außen kommenden Erwartungen und Anforderungen gegenüberzustellen und klar zu unterscheiden. Gerade das aber fällt vielen schwer.

Dieses Selbstmanagement ist die Basis für jede erfolgreiche Führungspersönlichkeit. Das Management der eigenen Person erfordert Disziplin. Den am Ende geht es auch darum, bereit zu sein, seine bisherige Lebensweise in Frage zu stellen und nötigenfalls Änderungen einzuleiten.

Nach unseren Erfahrungen ist das nicht nur für angehende Führungskräfte wichtig, sondern auch und gerade für ganz normale Angestellte oder Arbeiter.

So oder so. Sich selbst kritisch zu betrachten ist nicht leicht – zum Glück aber gibt es Hilfe für jene, die das noch nicht gelernt haben.

Bei einem Selbstmanagement-Coaching bei BraMeCo zum Beispiel.

Ihre Anja Brandt und das BraMeCo-Team